Geschenk des Lebens
Nach der Nierenspende von SPD-Fraktionschef Frank Walter Steinmeier wird über eine Reform der Organspenden-Regelung diskutiert. Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger will offen über eine Widerspruchsregelung reden. Jahr für Jahr würden Menschen sterben, die vergeblich auf Organspenden warten, sagte sie in einer Zeitung.
Deshalb müsse über eine Verbesserung der Situation geredet werden. Bei einer Widerspruchsregelung könnten Hirntoten Organe entnommen werden, falls sie dem nicht zu Lebzeiten ausdrücklich widersprochen haben.
Eine öffentliche Diskussion über Organspende ist sicher nicht verkehrt. Es muss jedoch vorher einem Prominenten passieren, damit Organspende in aller Munde ist.
Diese Tatsache regt in diesen Tagen auch unsere User zu vielen Gesprächen darüber an.
Die Diskussion über Organspenden-Regelung spaltet das Lager allerdings in 2 Hälften.
Ärzte stehen Neuregelung von Organspenden eher skeptisch gegenüber.
"Die geforderte Widerspruchslösung sei nicht fair für die Patienten". "Eine solche Debatte bringe mehr Schaden als Nutzen". "Eine Gesetzesverschärfung verstärke das Misstrauen der Bürger gegen die Transplantationsmedizin".
Wir finden, daß die aktuelle Aufklärung einfach besser werden muss! Die Leute haben Angst und das ist ihr gutes Recht!
Immer noch gibt es viele Informationslücken innerhalb der Bevölkerung. Laut einer Umfrage fühlen sich über 50 Prozent der Bundesbürger nicht ausreichend über Organspende informiert.
Daran sollte gezielt gearbeitet werden und nicht an dem Versuch, anhand eines Gesetzesentwurfs so viele Organspender wie möglich zu bekommen! Das verunsichert die Menschen!
Organspende ist wichtig und jeder sollte sich ein wenig Zeit nehmen, um darüber nachzudenken.
Die nachfolgende Geschichte der kleinen Hannah gibt schon Anlass dazu. Aber lest selbst:
Für die meisten Menschen ist die Kindheit eine Zeit ohne große Sorgen. Für die kleinen Dramen, die es in jedem Kinderleben gibt, sind Mama und Papa da.
Zum Beispiel wenn es nachts einen bösen Traum hatte.
Doch so ein böser Traum wurde plötzlich für Hannah und ihre Eltern zur Realität. Bei einer Routineuntersuchung vor einer Ohren-OP stellten die Ärzte einen viel zu hohen Blutdruck
fest. Nach weiteren Untersuchungen wurde eine angeborene Nierenerkrankung diagnostiziert, die auf Dauer zu Nierenversagen führen würde. Nur zwei Monate nach der
Diagnose musste Hannah das erste Mal an die Dialyse. Nach anfänglichen Komplikationen mit langen Krankenhausaufenthalten entwickelte sich Hannah unter der täglichen Dialyse gut. "
Sie war wie eine Erlösung für Hannah. Ihr Zustand besserte sich schlagartig",erinnert sich ihre Mutter. Doch nach einiger Zeit wurde Hannah körperlich immer schwächer.
Eine neue Niere schien nun der einzige Ausweg aus dem Alptraum. Eine endlos scheinende Zeit des Wartens begann. Alles war von der Sorge um Hannah überschattet.
"Das Telefon hatte ich immer dabei, falls der Anruf des Transplantationszentrums kommt." erzählt Hannahs Mutter.
Endlich, fast 2 Jahre nach der Diagnose, ertönte das ersehnte Klingeln mit der erlösenden Nachricht. Und plötzlich ging alles ganz schnell. Am 4. Februar 2008 erhielt Hannah das Geschenk des Lebens. Eine neue Niere. Seither werden für sie und ihre Familie mit jedem Tag kleine und großeTräume wahr: Hannah kann wieder Kind sein. Und auch für ihre Familie ist der größte Wunsch in Erfüllung gegangen. Aber einer ist geblieben: Hannahs Mutter möchte, dass in Zukunft noch mehr Familien das Geschenk des Lebens erhalten.
Jeder Mensch hat ein Recht auf Leben! Es ist das größte Geschenk! Sollte man dieses Geschenk nicht weitergeben?










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